Grüne Koblenz fordern Nichtsemester


Von der Corona-Epidemie ist auch die Universität Koblenz-Landau betroffen. Prüfungen fielen aus, einzelne Lehrveranstaltungen wie Exkursionen können überhaupt nicht stattfinden und Dozierende müssen in kürzester Zeit ihre Lehre vollständig digitalisieren. Die Grünen Koblenz begrüßen zwar die von der Bundesregierung bereits getroffenen Maßnahmen, fordern aber weiterführende Anstrengungen. Ein Großteil der Lehre in diesem Sommersemester kann zwar digital durchgeführt werden, dennoch ist es wichtig, dass das Semester keine Nachteile für Studierende und prekär beschäftigte Mitarbeiter*innen birgt.

„Wir schließen uns der Forderung zahlreicher Hochschullehrer*innen an, dass das Sommersemester ein Nichtsemester werden soll. Das bedeutet nicht, dass die Lehre ausfällt, sondern dass das Semester hinsichtlich der Regelstudienzeit für Studierende und der Vertragsdauer für befristete Mitarbeitende formal nicht gezählt wird“, so Prof. Dr. Wolf-Andres Liebert vom Thementeam Hochschulstandort Koblenz.

„Nur etwa 12% der Studierenden bezieht BAföG. Daher fordern wir eine sofortige Ausweitung des Zugangs zu BAföG für Studierende, die durch Corona in Not geraten sind, beispielsweise durch den Verlust eines Nebenjobs. Studienkredite und ein Nothilfe-Fonds, wie von der Bundesregierung anvisiert, reichen nicht aus. Zudem benötigen wir eine Verlängerung der Förderungshöchstdauer um mindestens ein Semester , da viele Studierende ihr Studium nun nicht plangemäß abschließen können. Damit unterstützen wir die Forderungen des Koblenzer AStA“, so Alina Welser, Kreissprecherin der Grünen Koblenz.

Ebenfalls stark betroffen sind Mitarbeiter*innen mit befristeten Verträgen. „Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen können aufgrund der Umstellung auf digitale Lehre kaum noch forschen, wodurch ihre Weiterqualifizierung gefährdet ist. Die Bundesregierung ermöglicht zwar die Erhöhung der maximalen Befristungsdauer im Rahmen des Wissenschaftszeitvertragsgesetz; was wir aber wirklich benötigen, sind Vertragsverlängerungen um mindestens ein Semester für befristete Mitarbeiter*innen, um den Mehraufwand in der Lehre zu kompensieren“, so Dr. Regula Krapf vom Thementeam Hochschulstandort Koblenz.

Darüber hinaus wird in den Zeiten von Corona deutlich, dass die Universität Koblenz-Landau für die digitale Lehre nicht optimal ausgestattet ist. So kam es in der ersten Corona-Woche andauernd zu Ausfällen bei digitalen Lehrveranstaltungen. Aus diesem Grund fordern die Grünen weitere Investitionen zum Ausbau der digitalen Infrastruktur.


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